Veröffentlicht auf 15. März 2020

v.l.n.r. am Horizont - Terminal 1 BER - Tower BER - Wartungshallen uuund Bäume

Ach Kinnas, die Zeit vergeht... Ich werde immer älter - ihr auch!!! Leider ist genau das eingetreten, was ich eigentlich nicht wollte - ich habe mir keine Zeit genommen hier mal ein paar Zeilen zu schreiben. Dabei ist doch einiges passiert. Trainingslager, schönes Wetter, angenehmes Training, neue Schuhe. Also eigentlich doch auch nichts Wichtiges. Ich versuche ja inzwischen doch so ein wenig zu trainieren, wie se in meinen Augen Sinn machen könnte, gerade in der direkten Wettkampfvorbereitung. Heute war wieder so ein Tag, da entschied mein Kopf: ach Beine ihr dürft heute mal bestimmen. Ist ja schließlich auch kein Wettkampf in Sicht.

Fahrradstraße von Kleinziethen bis zum Dörferblick

Das Wetter war ja sehr einladend sich im Freien aufzuhalten, allerdings brauchte ich etwas Anlauf mich selbst davon zu überzeugen, dass das Wetter durchaus lauftauglich war. Es hat aber funktioniert - besser als gedacht bzw. vorgestellt: in meinem Kopf legte ich mir eine Strecke mit der Länge eines HM zurecht - so schätzte ich zumindest. Es war nicht ganz ein HM, nach 150 Minuten beendete ich die Trainingseinheit - man solls ja auch nicht übertreiben. Eine echte Trainingseinheit war das ja auch nicht - ich bin ja in einem Verein und sehr stolz drauf für diesen laufen zu dürfen, aber es gibt ja da eine offizielle Entscheidung, sodass ich ja offiziell nicht trainiere... Bin ich froh, dass ich draußen, langsam und länger laufe als die meisten Anderen!!

Blick in den Landschaftspark Rudow Altglienicke - Blickrichtung Rudow

Aber auch einfach mal so nur durch die Gegend zu laufen macht natürlich - gerade auch bei diesem Wetter - tierisch Spaß! Training geht dann auch irgendwann weiter - wenn die Zeit dafür reif ist und dr nächste Wettkampf ins Haus steht. Bis dahin habe ich halt wieder die tolle Ausrede vor mir selbst, dass doch gar kein Wettkampf ansteht - also, was willst du mit Disziplin? ;-)

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 9. Februar 2020

 

Hurra mein erster Wettkampf in diesem Jahr!
Der Plänterwaldlauf - im Uhrzeigersinn - aber auch in die andere Richtung eine altbekannte und sehr angenehm zu laufende Strecke. Nach meinem "Trainingsplan" "fehlten mir noch knapp 20 Kilometer in dieser Woche und was würde sich da mehr anbieten als ein Lauf über diese Strecke. Schon vor einigen Wochen wurde ich ja dezent von anderen Läufern darauf hingewiesen, dass der Lauf am 09. 02. statfinden wird. Da ich aber bekannter Weise ein Schönwetterläufer bin habe ich meine Entscheidung zur Teilnahme bis zur Nachmeldung hinaus geschoben. Ich steh doch nicht bei Regen für 20 Kilometer um sieben Uhr morgens auf, schon gar nicht wenn die Nacht zuvor sehr kurz war. Ich habe es dann doch getan und ich bin mit dieser Entscheidung super zufrieden! Einerseits gab es ja diesen positiven Bewegungseffekt und andererseits trifft man ja bei solchen Veranstaltungen auch immer wieder Menschen! Nicht einfach nur Menschen, Leute die man gern wiedersieht, mit denen man gern Kontakt hat! Es ist immer wieder eine Freude bei diesen "kleinen" Läufen so viele bekannte Gesichter zu sehen!

 

Geschwindigkeitsentwicklung Plänterwaldlauf

Nebenbei war ja da auch dieser sportliche Aspekt. Ich hatte keinen rechten Plan, wie ich diesen Lauf gestalten solle - in meinem Kopf geisterten Intervalle, Steigerungslauf, ganz entspannt,oder einfach mal am Limit laufen. Am Ende ist es nichts davon geworden. Zum Glück! Es war wieder so ein typischer Gefühlsgeleiteter "Wettkampf" - laufen frei Schnauze halt, nicht zu langsam, ordentlich schnell, aber die Kotzgrenze noch weiter entfernt. Typisch heißt für mich natürlich auch zwischendurch einfach mal einen kurzen Plausch zu halten, egal ob ich auf die Person warten muss oder ich dann doch in den roten Bereich laufen muss um schneller aufzuschließen... Natürlich gibt es ja im Plänterwald auch diesen einen kleinen VP, hier gab es warmen Tee - den "musste" man natürlich langsam trinken - drei Runden drei Boxenstops... Die Jungs und Mädels hier haben es ja auch nicht immer mit allen Läufern leicht, da kann man ruhig mal anhalten und ein paar Worte wechseln :-)  Ja, auch dafür sollte man sich Zeit lassen! Schon bin ich wieder vom sportlichen abgekommen - das steht scheinbar wirklich nicht so im Vordergrund ;-)

Kleine Statistik

Also: Distanz offiziell 20 Kilometer in offiziellen 01:17:58 NettoStunden, meine handgestoppte 01:18:13 Stunden bei 19,92 Km
Ja, ich bin sehr zufrieden damit! Es lief verdammt entspannt, etwas Gegenwind zum Ende hin, aber sonst war alles super! Ich kann mich über nichts beschweren, also lasse ich es auch nach irgendetwas zu suchen...

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Veröffentlicht in #lgnordberlinultrateam, #spaßamlaufen

Repost0

Veröffentlicht auf 19. Januar 2020

Pulsverteilung Training Freitag

Meine Motivation hält noch an wenigstens ein Mal in der Woche etwas zuschreiben. Ja es sind nur Trainingsaufzeichnungen, aber irgendwann wirds auch mal interessant... :-)

Meine Trainingsaufzeichnung unter Training 2020...

 

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 15. Januar 2020

Grundsätzlich mag ich ja die Runde um den Flughafen, heute war allerdings irgendwie der Wurm drin. Ganz einfach gesagt: mit meiner heutigen Laufeinheit bin ich nicht so recht  zufrieden. Ich wollte ja einen langen Lauf unter meine Füße nehmen - 40+ Kilometer also - das hat nicht ganz so funktioniert, am Ende standen nur 34 auf der Uhr. Aber woran lag das? Einerseits natürlich an meiner allgemeinen Fitness, ich habe ja erst vor zwei Wochen wieder angefangen und andererseits schiebe ich es einfach mal aufs Wetter. Nein, es war nicht zu kalt, es hat nicht geregnet, abe der Wind. Der war mir heute wohl zu viel... Es gab ja schon Trainingsphasen, in denen ich glaufen bin ohne dass ich wirklich Spaß dran hatte, was mir da egal war, weil ich ein Ziel hatte. Ich habe zwar Ziele für 2020 allerdings noch keinen Trainingsplan, bei dem mir die "Lust" am Laufen vergehen würde. Ich hatte heute echt Bock drauf, aber der Wind aus Süden und meine Hauptlaufrichtung in den Süden haben mir das so ein wenig verhagelt... Also ist die Unzufriedenheit villeicht einfach nur der Frust auf den Wind gewesen, der mir den Spaß und die Motivation etwas vertan hat und ich somit mein eigentliches Laufziel nicht umgesetzt habe...

 

 

Mein Derzeitiges Lieblingsbegleitgetränk: Fencheltee, ungesüßt...

Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...
Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...
Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...
Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...
Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...
Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...

Meine heutige Runde - schon öfter in Variation gelaufen. Die Strecke ist recht windanfällig und im Sommer echt heiß. Bei schönem Wetter ist es zwar etwas voller - Radfahrer, aber laufen geht ja immer...

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 12. Januar 2020

 

Mein letzter Wettkampf 2019 - Stolz wie Bolle!

Hallo ihr Lieben da draußen!


Vielleicht schaffe ich es ja doch mal mich hier regelmäßiger auszulassen... Momentan leben wir noch in der zweiten Kalenderwoche des Jahres 2020... Theoretisch also schon wieder zwei Wochen Training in diesem Jahr. Was soll ich sagen, ich war auch schon laufend unterwegs. Für dieses Jahr habe ich mir auch schon einen kleinen Plan zusammengestellt - mal schauen was dabei raus kommt. 2019 hatte ich mir ja überlegt etwas Ausgleich in Form vom 10Kampf zu schaffen - dies muss ich leider erstmal wieder bis auf weiteres Ruhen lassen, mein Körper zeigte mir an sich schon in der ersten Hälfte 2019 das ich grundsätzliche Körperertüchtigungen in den letzten Jahren mehr oder weniger stark vernachlässigt hatte. Dies hole ich seit nunmehr einem viertel Jahr nach und werde dort auch weiter am Ball bleiben - neben dem Laufen werde ich also 2020 verstärkt Grundlagenübungen machen dürfen und dem 10Kampf dann erstmal nur von Weitem  zulächeln... Auf jeden Fall werde ich mich bemühen im Gesamten am Ball zu bleiben, ich habe mir ja auch ein paar wenige (schöne) Ziele gesetzt. Mal schaun was so passieren wird...
Meine hoffentlich dann regelmäßigen Traingsergüsse sind dann da irgendwo auf der rechten Seite zu finden... ;-) Bis die Tage!

 

Link zum Training 2020

manuell zum kopieren: http://benjy.over-blog.com/2020/01/training-2020.html

oder einfach oben im Menu auf SEITEN und dort auf TRAINING 2020

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 13. März 2019

 

Am Wochenenden hatte ich zwischendurch einfach mal ein paar Notizen aufgeschrieben – da ich mich doch sehr konzentrieren musste, geht mein Blick dabei nicht sehr weit. Die äußeren Eindrücke habe ich fast vollständig ausgeblendet…

 

Meine „Livebetrachtung“ zum Hallen7Kampf

Einmal abgesehen vom "Spaß haben" setze ich mir ja für meine Läufe immer Ziele. Manchmal sehr flach, aber zumeist wohl eher ambitioniert. Für meinen ersten LA Wettkampf habe ich die natürlich auch versucht. Hier gehe ich jedoch vernünftig ran, natürlich sind acht Trainingseinheiten kein optimales Maß um sich ein Ziel zu setzen, aber einen kleinen Überblick über meine Leistungs(un)fähigkeit konnte ich mir dabei ja schon machen. Ein Lauf ein Ziel, ein Siebenkampf ein Ziel - naja zumindest im Endergebnis. Eine Zwei sollte an erster Stelle schon stehen, vierstellig sollte das Ergebnis auch sein und da ich ab und zu auch gern mit Zahlen spiele habe ich mir ein paar zurechtgelegt. 2108, 2501, 2712, 2911 und wenn ich explodieren würde ginge auch 3105 als Ergebnis. Was ich vermeiden wollen würde wären 1206 Punkte. Dieses Gesamtergebnis muss ich mir ja dann auch irgendwie ersporteln, ich habe ja sieben Disziplinen Zeit. Wobei ich mich aber eher an den niedrigen 2000ern orientiere. Die zwei an erster Stelle ist ein erreichbares Ziel.

Hier mal meine  Prognose

Disziplin                                        Leistung

60 Meter                                            9,2 s

Weitsprung                                       4,2 m

Hochsprung                                      1,3 m

Kugelstoßen                                     6,0 m

 

60 Hürde                                            12,2 s

Stabhochsprung                                2,5 m

1000 Meter                                03:20 min

Diese Ergebnisse habe ich im Training schon erreicht, sodass ich einfach mal davon ausgehe, sie im Wettkampf auch zu erreichen. Na gut, die Sprintdisziplinen sind geschätzt, da habe ich keinerlei Referenz, auch die 1000 Meter kann ich nicht einschätzen - diese sind ja als letzte Disziplin zu absolvieren, mal schauen wie viel Kraft da am Ende von Tag zwei für die fünf Runden übrig sind. Nach dieser Prognose fehlen mir 71 Punkte zur 2000 - die muss ich durch Kommastellen einsammeln. ;-)

Die erste Station ist dann auch schon "abgearbeitet". Sechzig Meter - kurz und knackig, allerdings kann man Fehler nicht ausbügeln. Ich bin zwar erstaunlich gut aus dem Block gekommen, allerdings habe ich mich auf den ersten vier Schritten etwas verhaspelt. Was ich nicht gedacht habe: man hat Zeit seine Laufkollegen zu beobachten - ist allerdings auch recht einfach, wenn man hinten läuft. Mal schauen ob ich meine Zielzeit bald in den Händen halte.

Um elf geht es dann weiter mit Weitsprung.

Das Ergebnis der sechzig Meter ist da 8,54 Sekunden - mein niedrig realistisch angesetztes Ziel erfüllt.

Beim Weitsprung gilt es jetzt das Brett zu treffen...

Ich hab es getroffen! Drei Versuche standen dafür zur Verfügung, zwei habe ich dann auch genutzt, einen hätte ich nur gebraucht. Mein erster Sprung war auf Sicherheit, allerdings lief es nicht so optimal - Die Anlauflänge war voll in Ordnung und eigentlich hätte das auch gut werden müssen, aber auf dem Brett landete dann das falsche Bein - egal, der erste war dann schon mal gültig. Vier Meter fünfunddreißig Zentimeter sind jetzt nicht so weit, aber wieder weiter als geplant. Bei Sprung zwei gleiches Problem - Anlauf zwar so gut wie möglich korrigiert, aber wieder das falsche Bein auf dem Brett, auch wieder getroffen nur kürzer in die Grube gesprungen. Der letzte Versuch ging dann daneben, einfach mal ein viel zu langer letzter Schritt - quasi durchgelaufen und letztendlich ungültig gemacht. Das hat mich total genervt, meine echt gute Laune ging dann mal richtig in den Keller. Bis zum Hochsprung blieb noch sehr viel Zeit. Mit einer Verzögerung von knapp dreißig Minuten ging es an die Anlage. Dort angekommen war von meiner schlechten Laune nichts mehr übrig. Zwischendurch bin ich auf der kleinen Runde auch noch ein paar kleine Intervalle gelaufen um mich abzureagieren. Hat wohl funktioniert. Eins dreißig stehen oben im Plan, im Training in der RHH hatte ich wohl schon mal eins vierzig geschafft – mit etwas Hilfe und augenzudrücken. Mit der Unterstützung von drei LG Nord Trainern und den lieben Mitsportlern schaffte ich für mich sensationelle 152 Zentimeter! War echt toll, waren viele Sprünge direkt hintereinander, aber trotzdem machbar. Hier zeigt sich dann eindeutig das fehlende Training. Hätte, hätte Fahrradkette: Wenn der Absprungpunkt mal gepasst hätte, wäre ich wohl noch ein wenig höher gekommen... Aber auch die eins zweiundfünfzig sind ja nicht schlecht. Als letztes blieb dann noch meine augenscheinlich schwächste Disziplin: Kugelstoßen - wieder mit drei Versuchen, wieder hätte ich nach dem ersten aufhören können. Es fehlt da eindeutig an Kraft! 6,28 Meter waren es beim ersten Versuch das war’s dann auch...

Tag eins zeigte sich also von einer gar nicht so schlechten Seite, für den Weitsprung habe ich mir insgeheim mehr erhofft, aber gültige Versuche zählen für einen Mehrkampf mehr, als auf volles Risiko zu gehen und nicht zu Punkten. Ein wenig Ehrgeiz hat es ja in mir geweckt - ein wenig mehr...  Mal schauen was der zweite Tag mit seinen anspruchsvolleren Disziplinen so bringt.

Sonntagmorgen, es ist noch viel zu früh, meine Schienbeine und Füße melden sich. So ein Tag in der Halle ist für meinen Bewegungsapparat doch um einiges anspruchsvoller als mal ein paar Stunden "durch die Gegend zu laufen". Es wird wohl hart werden. Kurz vor acht war ich in der Halle - um neun soll es mit den Hürden losgehen. Total steif in den Knochen versuche ich mir etwas die Müdigkeit aus den Beinen zu laufen. In meiner Riege brauche ich erst in  der fünften Startgruppe loslaufen. Noch einmal auf die anderen Sportler schauen - Motivation holen - bei mir wird es wohl nicht so flüssig aussehen.

Gefühlt bin ich mehr oder weniger in Zeitlupe über die Hürden gestolpert. Ein Gutes hat das Ganze gehabt - ich habe alle stehen gelassen. Ich habe zwar kein Zeitergebnis, aber es fühlte sich doch sehr langsam an. - Es geht auch sofort weiter zum Stabhochsprung.

Oh je, das war mal garnix. Ich bin nicht einmal so hoch gekommen wie ohne Stab. Ein schlechter Start in den Tag, es ist wohl noch zu früh. Es passte auch irgendwie nichts zusammen an der Anlage - ich habe den Fehler gefunden: es war die falsche Sprunganlage. Naja, abhaken, eine Disziplin steht ja noch aus und genug Zeit mich zu sammeln ist bis dahin ja noch. Vielleicht ist da ja wirklich was dran. In der RHH habe ich bisher immer nur auf einer Anlage geübt, leider war das nicht meine Wettkampfanlage. Ähnlich erging es mir bei Hochsprung - bei diesen Anlagen gab es zwei verschieden starke Landematten, ich durfte auf der Anlage mit der kleineren Matte springen. Dies war wohl, so vermute ich auch ein kleiner Vorteil. Die höhere Matte sah schon "beängstigender" aus... Da ist dann wieder der Kopf gefragt...

Mein Laufergebnis über die Hürden habe ich jetzt auch erfahren: 12,96 Sekunden - 12,2 hatte ich mir ja "vorgenommen". Es sind deutlich Punkte liegen geblieben. 1444 Punkte nach Tag eins sind ja schon mal eine gute Grundlage, nach zwei Wettkämpfen an Tag zwei kamen allerdings nur 201 Punkte hinzu... Zu 2000 fehlen dann also noch 355…

Bei "meiner" Disziplin wollte ich doch wieder ein paar Punkte einsammeln - meine Überlegung diesen Lauf taktisch zu absolvieren ist voll der Murks - ist ja schließlich Teil des Gesamtwettkampfs, also müsste ich doch was tun. Ein Glück, weiß ich wenigstens hier, wie ich mich fokussieren kann - Cappi auf und los geht’s. Um die 200 Sekunden dürften machbar sein, dann bräuchte ich auch nicht zittern, ob ich im Gesamtergebnis vorne wirklich eine zwei zu stehen habe - nach der mageren Ausbeute der letzten zwei Disziplinen sollte ich mich anstrengen.

Erstaunlich einfach ging es über die Runden - handgestoppte 03:05 sind nicht allzu verkehrt. Im Zieldurchlauf war ich damit auch zufrieden, einige Minuten später ärgerte ich mich dann aber doch. Fünf Sekunden... Da ich im Ziel noch sehr viel Luft übrig hatte, war ich doch etwas enttäuscht. Hätte, wenn, wäre, ...

Eine Kleinigkeit gab es im Gesamten Wettkampf noch: ich war das erste Mal mit Spikes an den Schuhen unterwegs. Diese nutzte ich allerdings nur beim Sprint, es hilft wirklich! Beim 1000er lief ich in meinen normalen Hallenschuhen - da kam bei mir der Kopf durch - die Schuhe kenne ich besser und somit bringt mir der in dem Fall recht kleineVorteil wohl weniger. Der Wohlfühlfaktor spielt da auch mit...

Insgesamt waren das zwei tolle Sporttage, ich habe viel hinzugelernt und durfte Teil einer Sportlergemeinschaft sein, die der Gemeinschaft der Ultras gar nicht unähnlich ist! Eine Gemeinschaft die Zusammenhält, für die die anderen Sportler auch wichtig sind, Sportler die sich gegenseitig respektieren! Eine dufte Truppe diese Mehrkämpfer! Bei meinem nächsten Mehrkampf werde ich mich dann wohl auch mehr der Sportlergemeinschaft zuwenden!

Danke an alle die vor Ort waren! Sportler, Richter, Helfer, Familie... Und ein besonderes Dankeschön an Thomas, in acht Trainingseinheiten zum "Profi" werden geht nicht, aber du hast mich dazu gebracht alle Einzelwettkämpfe mit mindestens einem Punkt zu bestehen!

 

  Prognose Punkte Ergebnis Punkte Differenz
60 m 9,2 s 264 8,54 s 444 -0,66 / +180
Weitsprung 4,2 m 239 4,35 m 288 +0,15 / +49
Hochsprung 1,3 m 250 1,52 m 433 +0,32 / +183
Kugel 7,25 6,0 m 249 6,28 m 279 +0,28 / +30
Tag 01   1002   1444 +442
60 m Hürde 12,2 s 203 12,96 s 143 +0,76 / -60
Stab 2,50 m 242 1,50 m 58 -1,0 / -184
1000 m 03:20 min 482 03:05,5 624 -00:15 /+142
Tag 02   927   825 -102
Gesamt   1929   2269  

 

 

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 10. Februar 2019

Ausgleichssport - vom Läufer zum Leichtathleten :-)

 

Wenn es in einer Disziplin nicht mehr so läuft, sucht man sich halt was anderes. Im Ultralaufsport läuft es bei mir ja im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr ganz so gut, also ist es an der Zeit was Neues anzufangen. Schwimmen kann ich nicht, also ich kann mich über Wasser halten, fällt also aus. Fußball ist scheiße, hab ich keine Lust drauf. Da ich ja auch immer älter werde fallen auch die anderen Teamsportarten aus. Halma und Schach stehen auch unter keinem guten Stern in meiner Auswahl, ich will mich ja doch noch etwas bewegen... Bleibt also nur noch der Individualsport - so auch die Leichtathletik, um mich auf eine Disziplin festzulegen gibt es einfach mal "zu viele". Wie schon erwähnt, ich werde älter, so ist das mit der Spezialisierung wohl auch schon zu spät - man muss ja doch Leistung bringen... Bleibt also nur der Mehrkampf, da muss man nicht wirklich gut sein, es reicht ja über alle eine gewisse Grundfertigkeit - Mehrkämpfer können halt alles, aber nichts wirklich gut... Wintersportdisziplinen in unseren Breiten sind auch nicht das Wahre - Alpin Ski in den Müggelbergen, Langlauf auf dem Mauerweg - naja, etwas zweifelhaft... Von Bob, Schlitten und Skeleton möchte ich gar nicht erst reden... Ach verdammt, ich hab das Walken vergessen - dies sowie das verwandte Nordic Walking hebe ich mir auf, wenn gar nichts mehr geht - Frösche werden wohl auch noch in zehn Jahren existieren...

JETZT MAL IM ERNST

Seit ein paar Jahren bin ich ja Vereinsmitglied bei der Leichtathletik Gemeinschaft NORD Berlin und durfte schon einige tolle und dufte Sportler und Sportlerinnen sowie Trainer und Trainerinnen kennen lernen. Beeindruckend schon immer im Sport waren für mich die "Extreme"  - Triathleten, Mehrkämpfer und die Hochspezialisierten Leichtathleten in deren Disziplinen. Was dazu noch kommt ist der inzwischen quantitativ wieder etwas wachsende Nachwuchs, eine Motivation die seines Gleichen sucht. Da Triathlon für mich durch die mangelhafte Schwimmerfahrung sehr weit weg ist, wollte ich mir einen anderen sportlichen Wunsch (Traum) erfüllen - der Mehrkampf der Leichtathletik. Ohne Frage braucht man hier auch ein gewisses Talent, Disziplin, Technik, Koordination, ... Alles Dinge an denen ich noch stark arbeiten muss, aber - was gut ist - ich habe die gewisse Motivation dafür. Angefangen hat alles mit der Teilnahme beim "Ansporteln" des SC -TF, nicht als Aktiver sondern als Helfer. Zu sehen, dass junge Menschen Spaß an der Leichtathletik haben machte mir doch Mut - bis zu dem Zeitpunkt war dieser sportliche Bereich leider fast totgeschrieben, da man ja in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig darüber erfährt - also in der für alle bequem und mundgerecht verarbeiteten Medienlandschaft - so wie halt Fußball... Durch diese jungen Sportler wurde ich dann doch stark gereizt, selbst mal etwas mehr zu machen, als einfach nur durch die Gegend zu laufen. Der nächste Kontakt mit der Welt der Leichtathletik ergab sich dann schon bald beim "Nord meets Masters", eine tolle Veranstaltung, bei der Jung und "Alt" zusammen im Stadion sporteln dürfen. Auch hier war ich als Helfer aktiv, konnte allerdings so "ganz nebenbei" beim Sprint über die 400 Meter und dem Weitsprung teilnehmen. Natürlich waren die erbrachten Leistungen nicht allzu rosig, aber das viel wichtigere war: ich hatte Spaß! Natürlich verging seit dem wieder einiges an Zeit bis ich für mich etwas halbwegs Handfestes beschlossen hatte. Ich möchte 2019 an einem Mehrkampf teilnehmen. Hier ist die Vereinszugehörigkeit ein riesen Vorteil - da kann ich auch nur erwähnen: Meldet euch bei einem Verein an! - dieser veranstaltet im späten Winter den Hallenmehrkampf und im Sommer den Zehnkampf. Das Beste daran ist: jeder darf mitmachen. Also genau das richtige für mich. Natürlich bleibt das lange Laufen auf Platz eins meiner sportlichen Prioritätenliste - dafür macht es einfach zu viel Spaß, aber mal in was anderes reinschnuppern ist natürlich nicht verkehrt. Da beim Mehrkampf ja einige technisch anspruchsvolle Disziplinen auf der Liste stehen muss dafür natürlich auch etwas getan werden - eine sehr gute Sache: Technik setzt ja ein gewisses Maß an Koordination voraus. Hier habe ich doch über die Jahre viel verloren. Dies möchte ich unter professioneller Anleitung endlich wieder in den Griff bekommen. Mein Körper ist zwar so recht fit, aber leider trainiere ich doch recht einseitig und auf einem technisch-koordinativ sehr geringen Niveau. Dies ist neben dem Spaß am Sport der Hauptgrund für die "Erweiterung meines sportlichen Horizonts" - ich möchte besser werden, also altersbereinigt... ;-)

Meine erste Trainingseinheit war schon recht vollgestopft - drei Stunden 3 Disziplinen. Hochsprung, Stabhochsprung, Diskus  - Aufwärmen und Laufübungen nehm ich mal raus... Es ist schon eine tolle Erfahrung, wenn man Jahre nach der letzten Schulsportstunde wieder in die dicken Matten der Sprunganlangen springt. Klar sagt der versierte Sportler drei verschiedene Disziplinen sind jetzt nicht so "vollgestopft" - für mich war es schon recht intensiv. Zumal mir ja auch bei zwei der Sportarten bisher keinen persönlichen Kontakt hatte... Leider dauerte es bis zur zweiten Trainingseinheit einige Wochen, sodass ich beim Stabhoch wieder ein wenig von der erlernten Technik "in Stunde eins" eingebüßt hatte. Zum Glück ist unser Trainer geduldig und ich nehme gern Hinweise entgegen - ich bin ja nur Beratungsresistent wenn es mir nicht passt oder ich keine Lust habe. So machte sich meine sporadische Aufnahmefähigkeit doch bezahlt und nach wenigen halbwegs missratenen Versuchen klappte es dann auch mit der halbwegs richtigen Technik. In meiner zweiten Hallenerfahrung kam dann noch das Kugelstoßen hinzu - 5 Kilo wiegt ja so eine Kugel - das ist definitiv nicht meine Sportart. Ich habe also bisher zwei Trainingseinheiten hinter mir, bin noch voll motiviert und meine Begeisterung steigt immer weiter an. Bisher durfte ich also hoch springen, mit und ohne Stab, den Diskus schwingen und die Kugel "drücken". Wenn man mit einer Sportart anfängt bzw. nach Jahren wieder einmal einsteigt, dann stellen sich Verbesserungen ja doch relativ schnell ein, was für die Motivation ja ein riesen Vorteil ist. Diese Motivation möchte ich mir in meine nächste Trainingseinheiten mitnehmen, da wird dann ja noch meine totale „Angstdisziplin“ kommen: der Hürdenlauf. Offiziell sind diese Balken ja 110 Zentimeter hoch – eine Hürde so mal nebenbei meistern sollte nach ein wenig Übung auch für mich kein Problem sein, aber zehn in Folge bei anständigem Tempo??? Es wird wohl eine Herausforderung, dank meiner positiven Einstellung zu dem Ganzen Projekt werde ich das auch irgendwie überwinden.

Wie schon gesagt, das Ultralaufen steht immer noch an Platz eins meiner sportlichen Agenda, der Mehrkampf soll aber nicht nur Spaß machen, sondern dient mir auch, mein selbst verschuldetes einseitiges Training zu erweitern und so auch meine Fähigkeiten auf den langen Laufstrecken zu verbessern. Dies bezieht sich dann allerdings eher auf Kleinigkeiten in Technik und ausgeglichenerer körperlicher physischer Verfassung. Manchmal machen ja auch die Kleinigkeiten einen großen Unterschied.

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Veröffentlicht in #spaßamsport, #mehrkampf, #halle

Repost0

Veröffentlicht auf 27. Januar 2019

2019 - 13. Hallenmarathon in Senftenberg, für mich das achte Mal in diesem Mikrokomos.  Schon mal ein paar kleine Gedanken zum Lauf in diesem Jahr, leider muss ich mit etwas sehr negativem anfangen, dann ist das aber wenigstens erledigt. Ich laufe ja - das wird wohl auch der Großteil so handhaben - weil es mir Spaß macht! Und das nervt mich gerade tierisch - im Rahmen des Hallenmarathon werden ja die verschiedensten Distanzen angeboten, darunter auch die Distanz von 250 Metern für die Kleinsten, vielmehr die Jüngsten - für KINDER die den Spaß am Laufen für sich entdecken sollen! Natürlich kann man sein Kind motivieren, aufbauen und unterstützen. Man kann seinem Kind auch sagen: "Komm mach, beeil dich ein wenig, damit du einen guten Platz im Starterfeld bekommst." Wenn das eigene Kind, welches maximal drei Jahre alt ist, schon beim Anbringen der Startnummer anfängt zu weinen, sollte man vielleicht schon mal auf den Gedanken kommen, dass es vielleicht genau heute keine Lust hat zu laufen. Wenn man nicht auf diese Idee kommt, bringt man das Kind halt weinend zum Start. Hilft ja alles nichts, das Kind wird schon Lust haben, vielleicht ist es ja nur die Luft, die dem Kind die Tränen in die Augen treibt. Nach dem Startschuss lief der Großteil der Kinder ja auch motiviert und mit sichtlichem Spaß los. Das kleine Kind, was nicht nur mir auffiel, hatte drei Begleitpersonen, die alle auf es einredeten. Nach wenigen Metern war es dann allerdings mehr als eindeutig, dass das Kind keine Lust hatte. Es lag weinend auf der Laufbahn. Mehr will ich eigentlich auch gar nicht dazu schreiben - das kleine Kind wurde dann im Endeffekt nach mehreren Minuten über die Ziellinie getragen - für ein Blatt Papier, auf dem steht, dass es im Alter von unter drei Jahren 250 Meter gelaufen ist und das es in der Altersklasse gewonnen hat. Tolle Sache - da es ja, wie der Großteil der Anwesenden gesehen hat, gelogen ist! Ich habe echt nichts dagegen, wenn Eltern ihre Kinder unterstützen, meinetwegen sollen sie sie auch ins Ziel tragen... Wenn das eigene Kind allerdings mit Totalverweigerung (auf den Boden legen) und weinend eindeutig anzeigt das es keine Lust hat, über den Wettkampfkurs geschoben wird, habe ich da echt kein Verständnis mehr dafür!!! Das Kind soll doch Spaß haben, es ist doch schließlich ein Kind!!! Lernen durch Spiel und Spaß und nicht durch Schmerz sollte doch auch jedem Elternteil am Herzen liegen. Einfach nur verstörend!!!
Meine anderen Eindrücke kommen dann später - die sind dann auch um einiges angenehmer, auch wenn ich bei den Zehn Kilometern schön gejammert habe. :-)

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Veröffentlicht in #Senftenberg, #Hallenmarathon, #spaßamlaufen, #100 kilometer, #niederlausitzhalle

Repost0

Veröffentlicht auf 10. Juni 2018

 

Hallo ihr lieben LeserInnen vor den Bildschirmen - egal wie groß!
Ja , auch bei mir geht es mal um unseren Datenschutz. Zum Nachlesen gibt es folgende offizielle Seite: https://dsgvo-gesetz.de/
Nein, ich habe den Schmetterling im Beitrag zuvor nicht gefragt, ob ich sein Foto veröffentlichen darf. Ich habe ihn noch nicht einmal gefragt ob er fotografiert werden möchte. Liebe Tierschützer bitte seht mir das nach! Achso: er trinkt Bier mit Alkohol, naja er hats versucht...
Seit einiger Zeit gehen ja nun doch immer mehr private Blogs vom Netz - ich möchte meine Seite weiter online und so aktuell wie möglich lassen. Oft schreibe ich ja nicht, aber ab und zu passiert es ja doch. Ich selbst bin an keinerlei Daten meiner Seitenbesucher interessiert und ich sammle auch nicht eure Daten. Das geht mit Sicherheit über Onkel oder Tante Google recht einfach, mein Bloganbieter sieht das vielleicht etwas anders und merkt sich vielleicht ob und wann ihr meine Seite besucht habt - also folgt an dieser Stelle die "Beschwerdeadresse": https://de.over-blog.com/
Ich werde ab sofort auch einfach auf direkte Verlinkungen verzichten und nur den Hinweis auf entsprechende Seiten geben. Man weiß ja nie, was da im https://dsgvo-gesetz.de/ noch so alles steht... Namen und Fotos Dritter - Freunde, Verwandte, Bekannte findet man hier ja auch so gut wie gar nicht, wenn jemand mal persönlich erwähnt werden möchte, kann er / sie sich ja bei mir melden...

 

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Repost0

Veröffentlicht auf 10. Juni 2018

 

"Pausenschmetterling"

 

Es ist Sonntag, ich sitze auf der Couch und ich trinke freiwillig Tee. Mein Bauch hat sich immernoch nicht so ganz beruhigt, aber das wird bestimmt noch - genau so wie meine Oberschenkel. Der gestrige Samstag war doch sehr aufreibend - mehr für meinen Körper, als für meinen Kopf. Der Ausflug nach Hoyerswerda hat sich dennoch gelohnt, allein das Wiedersehen der Vereinskameraden und Läuferfreunde, sowie der inzwischen liebgewonnenen Zeitnahmemanschaft vom Lausitz -Timing macht so einigen aufgetretenen Schmerz egal in welcher Form wieder weg.
Natürlich trat ich gestern mit einem gewissen Leistungsanspruch an die Startlinie, das angekündigte Wetter machte diesen allerdings schon im Vorfeld zu einer Herausforderung. Aber das Wetter war ja auch für alle eine gleiche grundlegende Voraussetzung. Normalerweise mag ich ja Wärme und Sonne, so machte ich mir erst einmal keine Gedanken darüber. Natürlich legte ich sofort nach dem Start eine schnelle Sohle auf den Schotterweg, so wie es alle von mir gewohnt sind - viel zu schnell, da ich aber wenn auch nur langsam dazu lerne reduzierte ich mein Tempo von Runde zu Runde um einem möglichen Scheitern in der noch heißeren Phase  des Rennens - also so ab Stunde vier - entgegen zu wirken. Es kam dann doch anders - ganz anders. Nach ca. 45 Minuten sah mein Plan vor das erste Mal mein bewährtes Gel zu mir zu nehmen - leider war dies scheinbar eine Fehlentscheidung, zumindest in der gestrigen Konzentration. Bisher nahm ich immer ein ganzes Päckchen Gel "in einem Rutsch", dies war wohl "heute" leider zu viel für meinen Verdauungsapparat. Schon zwei Runden nach Einnahme fing mein Magen an zu rebellieren, ich lief aber trotzdem erst einmal noch weiter. Bis es wirklich nicht mehr ging, gegen Minute 60 wurden die Bauchschmerzen dann so stark, dass mich mein nächster Weg an unseren VP zwang um mir mein Toilettenpapier zu holen. Einmal reichte leider nicht, sodass ich dieses Spiel in der Folgerunde gleich wiederholte. Mein Magen war dann gefühlt eigentlich leer, also musste ich ihn wieder vorsichtig füllen. Das wollte er aber scheinbar nicht.  Der Versuch mit Salzstangen, Banane und Cola ging dann in die andere Richtung los. So suchte ich mir in der zweiten und dritten Laufstunde immer wieder ein  lauschiges Plätzchen am Waldesrand um mir  die Theorie und Praxis der Nahrungsaufnahme durch den Kopf gehen zu lassen. Nach gut hundertsechzig  Minuten hatte ich dann so die Schnauze voll, dass ich die "Reißleine" zog und mich an unseren VP setzte. Ich wollte meinem Magen die Chance geben sich eine Weile im Ruhezustand ohne Bewegung und ständigem Schütteln zu beruhigen. Das tat er dann zum Glück auch und ich traute mich an eine Bratwurst im Brötchen - mit Ketchup, Senf macht mri Sodbrennen und wäre wohl fatal gewesen... Dieser kleine Snack reizte meinen Magen zum Glück wie gewohnt nicht. Schon mal etwas erfreuliches, ich verharrte dann noch etwas um das ganze wirklich sacken zu lassen. Nach insgesamt 60 Minuten Pause machte ich mich dann wieder in die Laufspur, nicht sonderlich motiviert aber doch. Es war ja wie es so oft an diesem Tag hieß eine Laufsportveranstaltung. Meine Motivation war auch nicht mehr so besonders, weil es ja für mich zu dem Zeitpunkt keine echten Ziele mehr gab. Ich ging es langsam an und versuchte mir Ziele zu setzten. Marathon erreichen war das erste. Schnell im Kopf duchgerechnet, ja passt - habe ich bei dem Tempo sogar noch 20 Minuten Luft nach hinten raus. Meine physis war bisauf den Verdauungstrackt noch quasi unbelastet, sodass mir meinangeschlagenes Lauftempo keinerlei Probleme bereitete. Der Lauf wurde für mich wieder interessant, zumal ich mein Ziel wieder etwas erhöhen konnte - vom Marathon auf 50 Kilometer. Da stieg dann, wenn auch nnur minimal wieder die Motivation in mir. Leider verbrauchte sich die Bratwurst leider merklich in meinem Körper - ich musste also wieder auf andere Ernährungsmöglichkeiten zurückgreifen. Am offiziellen VP ersähte ich dann Schmalzstullen - naja ich nahmm mir ein Messer und teilte die halbe Stulle noch einmal, ich wollte ja nichts übertreiben. Auch gab es hier Tee, hätte ich den bloß schon früher entdeckt... Am eigenen VP griff ich dann wieder zu meinem Gel und Isodrink - allerdings in kleinen Dosen und statt mit Wasser "nachzuspülen" nahm ich den tollen Tee vom VP. Was soll ich sagen, bis 17 Uhr blieb alles im Körper. Nur der ständige Würgereiz und die immer wieder aufkeimende Übelkeit nervten meinen leicht angefressenen Kopf. Aber das gehörte nun mal zu diesem Samstag - ab sofort wird mein Gel also mit Tee statt Wasser gespült. :-)
Für mich persönlich war dieser Lauf mal so gar nicht erfolgreich erlaufen, aber allein die eine Erkenntnis bringt mich für den nächsten Hitzelauf vielleicht wieder ein Stück weiter.

 

 erste "Hälfte"zweite "Hälfte"
Uhrzeit11:00 bis 13:4514:45 bis 17:00
Laufzeit02:45:xx02:15:xx
Distanz27 km24 Km
Pace06:0705:37

 


Bis die Tage

Kommentare anzeigen

Geschrieben von Benjamin Benjy Brade

Veröffentlicht in #spaßamlaufen, #spaßamsport

Repost0